Basilikum

CIMUM BASILICUM

CIMUM BASILICUM

Das altgriechische Wort „basileus", „König", stand dafür Pate. Basilikum beschäftigt schon lange die Gelehrten. In der Antike schrieb der griechische Arzt Dioskurides, es habe eine „reinigende Wirkung auf das Haupt". Die moderne Forschung sagt: Basilikum enthält einen Stoff, der gute Laune macht.

Herkunft und Geschichte

Mehr als 60 Basilikumsorten sind heute identifiziert. Man teilt sie ein nach den Regionen, in denen Basilikumkraut wild vorkommt: die Arten aus Indien, Südostasien und Vorderasien einerseits, die europäisch-mediterranen aus Nordafrika und Südeuropa andererseits. In Indien, vermutlich dem Ursprungsland, und Südostasien wird Basilikum seit 3000 Jahren gebraucht. Die Inder weihten es wegen seines Dufts als „Heiliges Basilikum" dem Gott Vishnu. Im mediterranen Raum des Mittelalters galt Basilikum als Zauberkraut gegen böse Geister. Noch heute hängt man in Tunesien Basilikumbüschel über die Haustür, um Unheil abzuwenden. Und in Italien heißt es, eine Dame gebe ihrem Liebhaber ein Willkommens-Signal, wenn sie einen Topf Basilikum auf ihr Fensterbrett stellt.

Qualität und Inhaltsstoffe

Das Würzkraut gehört, wie auch die Minzen, zur Familie der Lippenblütler. Frische Basilikumblätter enthalten zwar nur 0,5 Prozent ätherisches Öl, das sich je nach Sorte unterschiedlich zusammensetzt. Doch genau dieses halbe Prozent macht den Reiz dieses Würzkrauts aus. Je nach Klima, Standort, Witterungsverhältnissen und Sorte kann Basilikum ähnlich wie Anis, Zimt, Minze, Zitronenschale, Piment oder Gewürznelken duften. Das leicht süßliche wie auch dezent pfeffrig anmutende ätherische Öl der mediterranen Basilikumsorten enthält zahlreiche Duft- und Wirkstoffe, hauptsächlich besteht es aus Cineol und Citral, Eugenol (dem Gewürznelken-Duftstoff ), Estragol, Geraniol, Kampfer und Linalool. Letzteres ist ein anerkannter Stimmungsaufheller.

Verwendung in der Küche

Klassiker bei uns sind die mediterranen Sorten wie das Gewöhnliche Basilikum, das Griechische Busch-Basilikum und das Salatblättrige Basilikum aus Süd-italien mit den großen, leicht runzeli-gen Blättern. Immer beliebter werden asiatische Sorten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen: Zitronen-Basilikum, Thai-Basilikum, Anis-Basilikum oder Thai-Zitronenbasilikum - sie schmecken deutlicher nach Anis und sogar nach Kampfer, enthalten jedoch kaum Linalool. Eine intensive Piment-und Anisnote ist charakteristisch für das „Heilige Basilikum" (Ocimum ,esanctum) der Inder. Aus Mexiko kommt das Zimt-Basilikum, das African Blue sieht der Pfefferminze ähnlich. Für alle Sorten gilt: Sie vertragen keine Hitze. Man verwendet die Blätter roh oder fügt sie bei warmen Gerichten erst zum Schluss hinzu. Sehr fein schmeckt Basilikum im Kräutersalat, zusammen mit Kerbel, Petersilie, Zitronenmelisse und Minze.

Gesundheitsfördernde Eigenschaften

Die Zusammensetzung der Duftstoffe im Basilikum wirkt belebend, konzentrationsfördernd und hilfreich bei geistiger Erschöpfung. Eugenol und Estragol können Völlegefühl und leichte Krämpfe im Magen-Darm-Trakt lindern. Große Bedeutung haben die antioxidativen Substanzen: Einige Bestandteile des ätherischen Öls schädigen die Zellmembranen von Bakterien und Pilzen - damit hemmen sie entzündungsfördernde Prozesse. Zudem schützen die Karotinoide Lutein und Zeaxanthin, die auch die Pigmentschicht unserer Augennetzhaut bilden, die Sehzellen:vor den Ultraviolettstrahlen. Wie eine „innere Sonnenbrille".

Mein Tipp

Dekorativ und hocharomatisch

Frische Basilikumblätter verändern ihr Aroma durch den Kontakt mit Säure (zum Beispiel Essig) sowie durch Erhitzen. Will man das Aroma eines Gerichts bewusst mit Basilikum betonen, sollte man es erst kurz vor dem Servieren mit den frischen Blättern würzen. Zu Pesto verarbeitet, lässt sich der Geschmack von frischem Basilikum am besten konservieren. Dafür verwende ich auch einige fein geschnittene Stiele.

Gewöhnlicher Basilikum

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