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Siedesalz, Steinsalz und Meersalz – Die Salzarten dieser Erde

Das weiße Gold –  die unterschiedlichen Salzarten dieser Erde vorgestellt von Alfons Schuhbeck

Heute stelle ich Ihnen in meinem Blog die verschiedenen Salzarten vor! Das weiße Gold hat seit seiner Entdeckung die Geschichte der Menschen mitbestimmt und wird in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt. Doch die Vielfalt beim Salz ist größer als Sie im ersten Moment vermuten könnten. Einige Salzarten haben es sogar zu weltweiter Berühmtheit gebracht.

Ein Rohstoff mit Geschichte

Salz ist ein wichtiges Naturprodukt dieser Erde und für den menschlichen Körper unverzichtbar. Bereits vor mehreren tausend Jahren wurde das Salz in den Hochkulturen im Nahen Osten erstmals verwendet. Zunächst als Gewürz verwendet, fanden die Menschen heraus, dass sich Salz zur Konservierung von Lebensmitteln eignet, wodurch der Rohstoff zu einem unverzichtbaren Produkt wurde. Im Römischen Reich war Salz so wertvoll, dass es zur Bezahlung der Soldaten genutzt wurde, woher das Wort „Sold“ seinen Ursprung hat. In Deutschland wurde das weiße Gold erstmals um 300 vor Christus selbst abgebaut, indem in Schwäbisch Hall eine Salzsiederei entstand. Im Mittelalter verhalf das Salz Städten wie Halle, Lüneburg und Bad Reichenhall zu großem Wohlstand. Heute sind die Abbauverfahren perfektioniert, sodass alle Salzarten der Welt immer zugänglich sind. Wenn Sie bedenken, dass jeder Mensch täglich sechs Gramm Salz zu sich nehmen sollte, ist der dauerhafte Zugang zum Gewürz zwingend notwendig. Im menschlichen Körper werden die Bausteine Chlorid und Natrium benötigt, welche im Salz enthalten sind. Chlorid wird im Magen zur Produktion von Salzsäure verwendet, während Natrium Stoffwechselvorgänge unterstützt und für Reizübertragungen von Nerven und Muskeln sorgt. Doch Vorsicht! Alle Salzarten der Erde sollten Sie nur mit Bedacht genießen, da zu große Mengen dem Menschen schaden und Bluthochdruck fördern.

Salzarten nach Produktionsart

Das weiße Gold wird in die Salzarten Siedesalz, Steinsalz und Meersalz unterschieden. Die Namensgebung erfolgt durch die Produktions- bzw. Abbauform der Salzarten. Salz kann im Wasser gelöst oder in Flözen gebunden sein. Die Gewinnung aus dem Wasser wird zudem in unterirdische und überirdische Vorkommen differenziert.

Meersalz – Ursprüngliche Form der Salzarten

Die ursprünglichste Form, welche bereits in den Hochkulturen der Ägypter bekannt war, ist das Meersalz. Wie Ihnen der Name bereits verrät, wird bei dieser Variante das Salz aus dem Meerwasser gewonnen. Das Wasser wird in Becken gesammelt und unter Sonneneinstrahlung verdunstet. In einem weiteren Schritt werden die ersten Salzablagerungen abgeschöpft und in sogenannte Salzgärten übertragen. Hier findet ein zweiter Schritt der Verdunstung statt. Im Anschluss bleibt das reine Salzprodukt, welches je nach gewünschter Färbung und Dicke final entnommen wird. Das Endprodukt ist aus dem Meer gewonnenes Natriumchlorid, welches mit Gips und anderen Stoffen vermengt ist. Diese Masse wird noch einmal verdampft und kristallisiert, wodurch eine Reinigung stattfindet. Zum Schluss bleibt das reine Meersalz, ein hochwertiges Produkt, welches als König unter den Salzarten gilt und als Gewürz unverzichtbar ist. Aus eintausend Litern Wasser können in einigen Regionen der Welt, wie etwa in Frankreich, 25 Kilogramm Salz gewonnen werden.

Steinsalz – Bergbau für das weiße Gold

Ein völlig anderer Abbau der Salzarten geschieht beim Steinsalz. Dieses Salz ist in fester Form unter Tage zu finden. Für die Gewinnung muss echter Bergbau betrieben werden. Glücklicherweise ist die Technik soweit fortgeschritten, dass der Abbau von Salzflözen durch mechanische Hilfe geschieht. Über Bohrungen und Sprengungen kommen die Menschen so an große Vorkommen mit einigen Tonnen Salz. Der Abbau setzt dem Steinsalz allerdings zu und die Reinheit ist nicht sehr hoch. Aus diesem Grund wird das meiste Steinsalz für industrielle Zwecke genutzt. Es existieren jedoch Steinsalze die gesäubert und als Gewürz genutzt werden. Das Himalayasalz ist ein Beispiel für ein Steinsalz, welches in der Küche verwendet wird.

Siedesalz – Feinste Qualität unter den Salzarten

Gerade bei uns in Deutschland sind Siedesalze die Bekanntesten unter den Salzarten. Das berühmte Bad Reichenhaller ist ein solches Siedesalz. Für die Herstellung werden unterirdische Seen und das Grundwasser genutzt, welches mit Salz aus den Gesteinen angereichert ist. Das Wasser in den Seen besitzt reinste Qualität und wird über Rohrsysteme an die Oberfläche gepumpt. Die so gewonnene Sole wird im Anschluss in Salinen und Sudhäusern gekocht, wodurch das sogenannte Kochsalz übrig bleibt. Es besitzt die reinste Form unter den Salzarten und wird daher gerne zum Kochen verwendet.

Die bekannten Salzarten der Erde

Fleur de Sel

Der Schatz unter den Salzarten ist das Fleur de Sel. 40 EUR kostet ein Kilo dieses Meersalzes. Gewonnen wird es in den europäischen Mittelmeerstaaten durch das Verdunsten an heißen Tagen in den sogenannten Salzgärten. Fleur de Sel besteht aus 97% Natriumchlorid und besitzt in den meisten Formen eine höhere Restfeuchte als andere Salzarten. Für die Zubereitung von Speisen sollten Sie wissen, dass die Salzblume etwas weniger salzig schmeckt.

Himalayasalz

Das Himalayasalz kommt wie bereits erwähnt nicht aus dem Gebirge im Tibet, sondern größtenteils aus Pakistan. Doch auch in Polen gibt es ein Abbaugebiet für Himalayasalz. Die Färbung des Salzes geht in das Rosafarbene, der Geschmack ähnelt dem von klassischem Speisesalzen. Es können bis zu 84 chemische Elemente vorhanden sein, wodurch Himalayasalz eine heilende Wirkung nachgesagt wird.

Bambussalz

Bambussalz gehört zu den Meersalzen. An der koreanischen Westküste werden Salzgärten auf ockerfarbenen Böden für die Herstellung genutzt. Im Gegensatz zu anderen Salzarten wird Bambussalz vor der finalen Gewinnung in Bambusstäbe gegeben, welche über Feuer erhitzt werden, bis die Feuchtigkeit komplett entzogen wurde. Je nach Anzahl der Brennvorgänge entsteht ein immer hochwertigeres Produkt. Der Salzgeschmack ist sehr stark und erinnert ein wenig an Schwefel. Sie sollten Bambussalz nur gering dosieren.

Inkasalz

Ein Vertreter der Solesalze ist das Inkasalz. Es wird aus unterirdischen Seen in den Anden in Südamerika gewonnen. Im Gegensatz zu anderen Solen wird Inkasalz jedoch nicht durch das Abkochen gewonnen, sondern wie Meersalz in Salzgärten über Verdunstung. Durch die Bodenbeschaffenheit hat es eine rosafarbene Färbung und besitzt eine hohe Restfeuchte. Die Intensität kann als mild bezeichnet werden.

Hawaii-Salz

Das Hawaii-Salz ist ebenfalls ein Meersalz, welches auf den Inseln im Pazifik gewonnen wird. Besondere Varianten vom Hawaii-Salz sickern im Boden ein und werden anschließend abgebaut. Je nach Erde entsteht schwarzes oder rotes Hawaii-Salz. Die Salze von den Hawaii-Inseln werden in der Gourmetküche verwendet. Das rote Hawaii-Salz schmeckt nussig und eignet sich besonders für Fleischgerichte, währen das schwarze Salz wegen seiner Optik zu hellen Speisen passt.

29.05.2019 Artikel herzaln

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